Anti-Genderismus. Familie, Sexualität und Geschlecht als Austragungsorte gesellschaftspolitischer Kämpfe

Vortragsreihe „Anti-Genderismus. Familie, Sexualität und Geschlecht als Austragungsorte gesellschaftspolitischer Kämpfe“ an der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover.

Seit einigen Jahren tobt ein antifeministischer Feldzug gegen eine Politik der Gleichstellung und Diversität. Im Mittelpunkt steht dabei ein ressentimentgeleiteter Kampf gegen „Genderismus“, „Genderwahn“, „Gender-Gaga“, „Gender-Mainstreaming“ und gegen das sogenannte gesamte „Gender-Dings“. Was steckt dahinter und an welchen Erscheinungsformen lässt sich dieser rückwärtsgewandte Kampf um Traditionen in den Geschlechterbeziehungen festmachen? Und wieso kommt es hier immer wieder zu auffälligen Bündnissen zwischen christlich-fundamentalistischen, männerrechtlichen und rechtspopulistischen Strömungen? Diesen Fragen wird die Ada und Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie (www.agpolpsy.de) und dem Institut für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover (www.ish.uni-hannover.de) in einer Vortragsreihe im Herbstsemester 2017 an ausgewählten Themen nachgehen.

Di, 24. Oktober 2017, 18.30 Uhr
Lust, Angst und Hass in der Pick-Up-Artist-Szene.
Über das Innenleben professioneller Frauenaufreißer
Referent: Prof. Dr. Rolf Pohl, ehemals Leibniz Universität Hannover

Mi, 29. November 2017, 18.30 Uhr
Der Kampf der Neuen Rechten gegen das Ziel Gleichstellung
Referentin: Isabelle Hannemann, Sozialpsychologin (Hannover)

Mi, 13. Dezember 2017, 18.30 Uhr
Pädophilie und Frühsexualisierung.
Zwei Kampfbegriffe antigenderistischer Diskurse?
Referentin: Katrin M. Kämpf, Kultur- und Medienwissenschaftlerin (Berlin)

Mi, 30. Januar 2018, 18.30 Uhr
Rehabilitierung des Patriarchats?
Zum antiquierten Geschlechter- und Familienbild der Neuen Rechten
Referentin: Prof. Dr. Angela Moré, Leibniz Universität Hannover/Hochschule Hannover

26. September 2017 von Sebastian Winter
Kategorien: Neues