Zum Tod von Sophinette Becker

Die Freie Asso­zia­tion trau­ert um
SOPHINETTE BECKER
(15.12.1950 – 24.10.2019)

Der Tod die­ser unbe­stech­li­chen Den­ke­rin und kri­ti­schen Intel­lek­tu­el­len bedeu­tet nicht nur einen unwie­der­bring­li­chen Ver­lust für die kri­ti­sche Sexu­al­wis­sen­schaft und die Psy­cho­ana­lyse!
Sophinette Becker wird uns als kri­ti­sche Beglei­te­rin mit ihrer ana­ly­ti­schen Schärfe, ihrem Witz und mit ihren immer ins Schwarze tref­fen­den Kom­men­ta­ren sehr feh­len.

Wir machen hier Sophinette Beckers Gespräch mit Julia König aus dem Heft 1/2016 im Voll­text ver­füg­bar. Aus­ge­hend von ihrer Beob­ach­tung aktu­el­ler Sexua­li­täts­dis­kurse, in denen libe­ra­li­sie­rende Ten­den­zen mit auto­ri­tä­ren, dem Sexu­el­len mit Angst und Abwehr begeg­nen­den Momen­ten kon­f­li­gie­ren, dis­ku­tiert Sophinette Becker hier den Umgang mit der kind­li­chen Sexua­li­tät und der Genera­tio­nen­grenze, Ambi­gui­tä­ten und Pro­bleme des Prä­ven­ti­ons­pro­gramms »Kein Täter wer­den«, ras­sis­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­run­gen sexu­el­ler Gewalt und die Rolle von Omni­po­tenz­fan­ta­sien in aktu­el­len Queer Poli­tics.

Sophinette Becker & Julia König (2016): ›Sexua­li­tät, die stört‹. Ein Gespräch. Freie Asso­zia­tion 19(1), S. 113–127.