Pädophilie und Frühsexualisierung. Zwei Kampfbegriffe antigenderistischer Diskurse? (Referentin: Katrin M. Kämpf)

In Diskussionen über Aufklärungsunterricht, Bildungspläne und Gender Mainstreaming, im Wahlkampf oder in Debatten um die Gleichstellung Homosexueller häufen sich gegenwärtig ex- und implizite Anrufungen der Kategorie Pädophilie, Gleichsetzungen von Pädophilie und Homosexualität sowie Vorwürfe der »Frühsexualisierung« von Kindern und Jugendlichen und scheinen in neurechten, neonazistischen, antifeministischen oder antigenderistischen Umfeldern gewisse Mobilisierungspotenziale zu bergen. Mit der Thematisierung von Pädophilie soll hier Anschlussfähigkeit an gesamtgesellschaftlich geführte Debatten produziert werden, die antifeministischen Krisendiskursen breitere Zustimmung verschaffen können. Meine These ist, dass Pädophilieargumentationen die Imagination einer gefährdeten und unbedingt zu schützenden heteronormativen Ordnung stützen und sie plausibel erscheinen lassen können.

 

Referentin: Katrin M. Kämpf,
Kultur- und Medienwissenschaftlerin (Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Rolf Pohl,
Mittwoch, 13. Dezember, 18:30 Uhr, 3 Ustd.
Haus der VHS, Saal

Eintritt frei.

https://www.vhs-hannover.de/page_/Serve/download/ID/2780/f/anti-genderismus-faltblatt-2017.pdf

Datum/Zeit
Datum: 13.12.2017
Uhrzeit: 18:30–21:00

Veranstaltungsort
Ada und Theodor Lessing VHS Hannover
Hannover


13. Dezember 2017 von Sebastian Winter