► AG Deutsche Teilung – Aufarbeitung – Transformation

Auch mehr als 30 Jahre nach dem formalen Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland 1990 sind die Kategorien “Ost” und “West” in Deutschland nach wie vor relevante Bezugspunkte für verschiedene Argumentationslinien. Die Forschungslandschaft, die sich schon lange intensiv mit verschiedenen Aspekten der DDR-Vergangenheit auseinandergesetzt hat, ist so vielseitig wie unübersichtlich.

Postulierte wie auch tatsächliche Transformationserfolge gaben der Forschung in den letzten Jahren neuen Aufwind. Dabei brechen alte und neue Konfliktlinien durch und werfen vielerlei unterschiedliche Fragen auf. So rücken nicht nur die Nachwendegeneration und die intergenerationellen Auswirkungen in den Fokus, sondern u.a. auch inner-ostdeutsche Konfliktlinien, Binnenmigration und bisher marginalisierte Positionen. Der Blick öffnet sich aber auch über die hiesige Perspektive hinaus und vergleicht die deutsche Erfahrung mit anderen postsozialistischen Transformationsprozessen. Nicht zuletzt stellen sich aus psychoanalytisch-sozialpsychologischer Perspektive Fragen zur Aufarbeitung der Vergangenheit.

Mit unserer AG wollen wir einen Vernetzungsraum bieten, um in einem interdisziplinären Kontext diesen und anderen Fragen nachzugehen. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung orientiert sich an den Interessen der Teilnehmenden der Gruppe. Denkbar wären Diskussionen über eigene Forschungsarbeiten und Publikationenvorhaben, gemeinsame Materialauswertungen oder auch die Einordnung und Besprechung aktueller Texte, Filme und Serien vor dem Hintergrund der sozialistischen Vergangenheit.

Die AG ist offen für (Nachwuchs-)wissenschaftler:innen und andere Interessierte. Gewünscht ist sowohl intergenerationaler Austausch als auch Diskussionen über verschiedenen Disziplinen hinweg (z.B. Historiker:innen, Soziolog:innen, Psycholog:innen, Politik- und Kulturwissenschaftler:innen etc.). Die Treffen sollen 3-4 Mal im Jahr, zunächst online, wenn möglich jedoch auch wieder in Präsenz stattfinden.

Kontakt: dat@psasoz.org