Jahrestagung 2021

Körper (in) der Pandemie – Psychoanalytisch-feministische Perspektiven

9. Jahrestagung der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie

3. & 4. Dezember 2021

Immer noch Pandemie. Immer noch Ungewissheit, wie sich die Zeit „nach Corona” gestalten wird. Das zurückliegende Jahr war geprägt von einer Ambivalenz zwischen einem zu viel und einem zu wenig an Körperlichkeit. Auf der einen Seite ruft das Virus den eigenen Leib und seine Grenzen schmerzlich ins Bewusstsein und erschüttert somit die Größenphantasie des unzerstörbaren (männlichen) Körpers. Auf der anderen führen Social Distancing-Maßnahmen zu einem Verlust an real-körperlichen Erfahrungen und körperlose, digitale Interaktionen werden zu einer „neuen Normalität“. Dabei entstehende Allmachtsphantasien nach der ewigen Jugend oder gar nach der Auflösung des Körpers in der virtuellen Sphäre kommen jedoch nie an ihr Ziel – und so wirft die Digitalisierung die Subjekte wiederum auf den je eigenen Körper zurück.

Nachdem wir auf der letzten Jahrestagung erste psychoanalytisch-sozial­psychologische Annäherungen an die Corona-Krise gewagt haben, möchten wir in diesem Jahr einen feministischen Blick auf die Pandemie richten und die damit verbundenen Ambivalenzen von Körperlichkeit ins Zentrum rücken. Die Folgen der Krise zeigen sich dieser Tage insbesondere als Erschütterung von körperlicher Integrität, Intimität und Sexualität sowie in der Bedeutsamkeit von Care-Arbeit – traditionelle Weiblichkeitsbilder werden in der Pandemie wieder vermehrt in Stellung gebracht. Wir laden Sie dazu ein, diese Zusammenhänge gemeinsam zu diskutieren und zu ergründen.

Anmeldung und Teilnahme:

Die Tagung findet online statt. Die Workshop-Plätze sind limitiert. Wir bitten um Anmeldung für jeweils eine Veranstaltung pro Workshopphase über das Anmeldeformular. Die Links zum jeweiligen digitalen Raum werden nach erfolgter Anmeldung zugeschickt.

Anmeldezeitraum: 01.—26. 11. 2021

Die Teilnahme ist kostenlos; wir freuen uns aber jederzeit über Spenden und neue Mitglieder für die Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie (GfpS) (Infos ganz unten auf dieser Seite).

Genauere Infos zu den einzelnen Workshops und das Programm finden sich im Booklet zur Tagung.

Alle Veranstaltungen finden via Zoom statt.

Das digitale Podium am Freitagabend („Die Verletzbarkeit des Körpers in der Pandemie“ mit Paula-Irene Villa Braslavsky, Alexandra Colligs und Rolf Pohl, moderiert von Julia König) kann auch ohne vorherige Anmeldung besucht werden.
Einwahl über Zoom:
Webinar ID: 834 6562 9495

Für die Begrüßung am Samstagmorgen, die Pausen und die digitale Bar am Samstagabend verwenden wir die Plattform Wonder, die die Möglichkeit bietet, sich individuell mit den Anwesenden zu unterhalten. Zu unserem Kaffeepausen-Raum kommst du / kommen Sie über diesen Link.

Nach der zweiten Workshopphase am Samstag findet ab 16:30 zuerst eine Austauschrunde im offenen Raum und ab 17:15 ein gemeinsames Brainstorming zum Jahrestagungsthema 2022 statt.
Einwahl über Zoom:
Meeting ID: 844 8800 2021
Passwort: 537629

Mitgliedschaftsformular: http://psychoanalytischesozialpsychologie.de/mitglied-werden/


Spendenkonto: Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie, IBAN: DE70 5019 0000 6200 9052 60, BIC: FFVBDEFF


Organisation: Marcus Beisswanger, Leonard Brixel, Ayline Heller, Daniel Hildebrandt, Tatiana Kai-Browne, Julia Manek und Claudia Stäbe